Généalogie HUBERT

Généalogies

Auteur: Fabien FISCHER
Courriel: fabesf[a]yahoo.fr

Samuel HUBERT (1577-1636)

N√© √† Strasbourg le 7 juillet 1577, il √©tudie √† l'√©cole latine, au Gymnase puis √† l'Acad√©mie de Strasbourg o√Ļ il valide le premier cycle universitaire (titre de Baccalaureus) en 1597. Samuel se marie ensuite le 13 mai 1599 avec Esther B√ĄUMLIN, la fille d'Ulrich B√ĄUMLIN (originaire de Francfort), bourgeois et administrateur (Verrier 1584-1590, Holtzherr 1590-1599, Lohnherr auf dem Rhein Ziegelhofen 1605-1607) √† Strasbourg.

Il s'engage ensuite dans la politique de la ville de Strasbourg, qu'il sert pendant 36 ans (1600-1636) : "bey Zeit zu Nutz gemeiner Statt beruffen die euch auch sehr lieb gehalten hat : die sechs und dreyssig jahr euch trew und hold befunden", 1636.

Voici ses différentes responsabilités :
- Administrateur de la tuilerie près du Rhin - "Herr Samuel HUBERTI, Lohner/Lohn Herren auf dem Rheinziegelofen in Strasburg" (1621)
- Administrateur du grenier à grain de la ville de Strasbourg - "Kornmeister auf der Statt Speicher" (1624)
- Citoyen parmis les plus importants de la ville de Strasbourg - "civi Argentoratensi primario" (1630)
- Le très honorable et vigilent Sieur Samuel HUBERT, ancien administrateur de la tuilerie près du Rhin et aussi du pont sur le Rhin, ici à Strasbourg - "des ehrenvesten und grossachtbaren Herren Samuel Huberti, alten wohlverdienten Verwalters des Rhein Ziegel Offens auch der Rheinbrucken alhie zu Strassburg" (+1636)



La tuilerie (surlignée) sur un extrait de
"Strassburg : Festung Kehl und Dorf Kehl 1684" / gez. von E. Lessing. - 1 : 15 500, Kehl : Kraemer J, 1889.
BNU Strasbourg ©


L'éloge funèbre de Samuel et Esther (extraits)
par Samuel Gloner

Ou on apprend, tout en poésie, qu'Esther disposait et concoctait certains remèdes et s'occupait des pauvres de la ville : "Die habt ihr sonderlich an Armen thun beweisen. Ihr habt (ich weiss) zu Hauss ein Apoteck gehabt darauss ihr offtermal manchs kranckes Mensch erlabt So habt ihr fridenreich mit jederman gelebet".

Voici une transcription du titre et plus bas d'un extrait de l'√©loge fun√®bre, √©crit sous forme lyrique, par le po√®te et cousin germain de l'√©poux d√©funt, Samuel GLONER. C'est enrichissant de pouvoir encore acc√©der √† un tel document, conserv√© √† la Herzog August Bibliothek de la ville de Wolfenb√ľttel, car m√™me si c'est assez po√©tique, des √©l√©ments tr√®s importants de la vie des deux √©poux nous sont rapport√©s.

"Leichgesang Uber den t√∂dtlichen Abscheid Des Ehrenvesten und Grossachtbaren Herren Samuel Huberti Alten Wohlverdienten Verwalters des Rhein Ziegel Offens auch der Rheinbrucken alhie zu Strassburg: So dann auch der viel Ehren und Tugentsamen Frawen Ester geborner B√§umlin Beyder getrewen lieben Eheleut: Welche der allein weyse und gerechte Gott bald auff einander durch ein sanfft unnd seeliges Ende mitten unter dem br√ľnstigem Geber der hinderlassenen berr√ľbten Kinder unnd Umbstandes aus diesem J√§mmerthal abegegfordert unnd zweiffels frey der Seelen nach in die himmliche H√ľtten einlosiret unnd versetzet; Ihnen den Herren S. Sambstags den 16. Appril. Morgens zu 7.Uhr seines Alers des 58.Jahrs 10. Monat unnd 14.Tag. Sie ab er die Fraw S. am h. Carfreytag zuvor den 15.Apr.umb 10.Uhr Vormittag ihres Alters im 61.jahr weniger 10.Wochen: ihrer bey der Ehestands des 37. Im Jahr Christi 1636. Aus Christ-schuldigem Mitleiden zu letzter Ehr unnd Ged√§chtnus
verfertiget von dero berr√ľbtem Vettern und nechst Verwandten : Samuel Glonern Strassburg, Getruckt bey Wilhelm Christian Glasern.

[...]

Muss ich dann immer dar die Thränen mein vergiessen/
Und lassen dises Liecht mit Wasser uberschiessen?
Muss ich mit nassem Schlam benetzen das Papeir/
Dass ich von Leichgeschäfft hab weder Ruhe noch Feir ?
Wer wird mit Wort genug zum newen klagen geben ?
Es bleibt mit schier die Zung an d√ľrrem Rachen kleben
Komb her du Feder schwarz / und schreib ein Leichgedicht/
Es ist doch sonsten nichts jetz mit dir ausgericht;

Wiewol du kumpf und schwach von vielem schrieben worden/
umb deren/ die der Todt gerafft in seinen Orden/
Du solt mir noch einmal/ und w√§rest noch so m√ľd/
Mir jetzund setzen auff ein frisches todten Lied.
Mir ist ein liebes Par in einem Tag verschwunden/
Das hat ein sanffter Todt vom Jammer auffgebunden/
Und nun der Seelen nach ins Himmelreich versetzt/
Da es mir Gottes Mund/ und Gott mit ihme schwetzt.
Ich will ein kleines hie von dessen Leben schreiben/
Und schauen ob ich könn den Schmerzen was vertreiben.
Herr Samuel mein Freund und Vetter lieb und wehrt/
Gott hat in diser Welt euch grosse Gnad beschert/
Er hat euch fromme Leuth zu Eltern auserkohren/
Der Vatter Namens gleich weit uber vierzig Jahr
Bey diser Schulen hie ein frewer Diener war.
So hat man auch vorhin den Ahnen wol gekennet/
Der war ein Prediger Conrad Hubert genennet/
Der hie mit Bucer hat die Chistlich Kirch gelehrt/
Von dem man noch zur Zeit viel Psalmen singt und hört.
Ich will der Mutter Gschlecht zu ruhmen hie geschweigen/
Man weiss von Schwebelin noch gutes viel zu zeigen/
Die auch zu ihrer Zeit der Schulen wol gedient/
Und manches junge Herz mit reicher Lehr vers√ľhnt.
Die haben euch nun auch zu Kirch und Schul gezogen/
Ihr habt auch dero Sorg und Hoffnung nich betrogen/
Seyd starck gewandert fort durch zehen Classen hie/
habt ewer best gethan/ verrichtet grosse M√ľhe/
Dass euch der Ehrenkranz auch ist verehret worden.
Doch wolt Gott setzen euch in ein Politisch Orden/
Drumb hat er euch bey Zeit zu Nutz gemeiner Statt
Beruffen/ die euch auch sehr lieb gehalten hat :
Die sechs un dreyssig jahr euch trew und hold befunden/
Auch ewer Redligkeit auff manche Weiss empfunden.
Wiewol eine grosser Last euch auff den Lenden lag/
So hat man doch an euch gesp√ľret keine Klag/

Im Stand der ke√ľschen Ehe habt ihr den Frid gepflanzet/
Ihr habt ein starcke Maur umbs Hauss herumb geschantzet
Mit Sorgen und Gebett/ das Ungl√ľck Noht und Pein
Musst fern von euch/ und gern von ewrem Hause seyn.
Wiewol euch GOtt der HERR zur Prob auch hat gesetzet/
Das euch manch sawres Creutz der Kranckheit hat gepfetzet.
Doch truget ihr Gedult/ und wussten zweyffels frey
Das alles dienen musst zum besten/ was es sey.
Noch eines kan ich nicht zu melden hie vergessen/
Nach dem euch GOtt der Herr den Segen zugemessen/
Das er euch hat beschert zwo Töchter/ die ihr beyd
Wol aufferzogen habt zur Zucht und Erbarkeit.
Auch die ihr beydt woht mit Mannen habt begabet/
Dass ihr euch bishieher mit frewd an ihn erlabet.
So war euch keine doch f√ľr d'ander mehr geliebt/
Ihr habt die Vatters trew an beyden gleich ge√ľbt/
Dass m√ľssen keck und rund die Tochterm√§nner sagen.
Es war der muth zu ihn recht Vätterlich geneigt/
Wann ihr ihn h√∂chste trew/huld/h√ľlff und lieb erzeigt.
Wie auch dass liebe Weib ein Mutter ist gewesen/
Gleich wie von Mutter trew in gschichten w√ľrd gelesen;
Drumb w√ľrd nun ewer Todt den Kinden noch so saur/
Als die an euch gehabt ein Schutz und Eisen maur.
Ich solt mehr ewers rhums Fraw Ester jetzt beschreiben/
So w√ľrd der meiste theil mir dannoch uberbleiben.
Es war die Gottesforcht bey euch ein Königin/
Was tugend in euch war/ war dieser dienerin.
Von allen Tugenden ist ein gar hoch zu preisen/
Die habt ihr sonderlich an Armen thun beweisen.
Ihr habt (ich weiss) zu Hauss ein Apoteck gehabt/
Darauss ihr offtermal manchs kranckes Mensch erlabt
So habt ihr fridenreich mit jederman gelebet/
Dem Herren ewrem Haupt niemalen widerstrebet/
Ihr habt dass gantze Hauss mit grossem ruhm regirt.
Vor jederm√§nniglich ein ehrbar wandel gf√ľhrt.

Durch ewer Händer fleiss hat GOtt viel Nahrung bscheret/
Gottsforscht und Hausessorg hat ihr die Töchter glehret.
In Summa wann ich sag was Warheit selbs erheischt/
So habt ein Muster ihr dem gantzen Hauss geleist.
Was auch f√ľr Demuth w√ľrd an Ester hoch geprisen/
Die hat auch ewer Hertz in allem Stuck erwisen.
Das nimpt mich wunder nicht/ dann ihr von jugend an
Euch von der Eltern Lehr so underrichten lan.
Der Vatter B√§umlin hiess/ drumb wolt er sich bem√ľhen/
Dass er die Bäumlin jung möcht nutzlich aufferziehen
Das ist nun (wie man weiss) an euch gerathen ihm.
Wie lautet doch so wohl ein so bewärte Stim !
Nun du geliebtes par dieweil du Gott geliebet/
Und dich in Gottesforcht mit bst√§ndigkeit ge√ľbet.
Dieweil dass band der Lieb so kräfftig zwischen dir/
Dass es zu gleich zumal zu sterben trug begir.
Nicht dass das eine theil das ander solt verlassen/
So gehn sie beyd zu mal die allgemeine Strassen.
Der will der zwischen beyd in ihrem leben war/
Der macht sich jetzt und auch im sterben offenbar.
So lassen wir sie nun beyd mitteinander fahren/
Und wollen unser gschrey des Thränengiessen sparen.
Dieweil ihn doch so wohl/ so recht und lieblich ist/
Dass sie bey dieser Welt zu sein mehr nicht gel√ľst.
Wir lassen sie der frewd und glori nun geniessen/
Und wollen noch ein weil in diesem jammer b√ľssen/
Darnach so wollen wir mit frewden auch dahin/
Da Christus leben ist/ der Himmel unser gwin.
[...]"



Filiation

Conrad HUBERT

(1507-1577)
Assistant de Martin Bucer.
Théologien, pr√©dicateur, compositeur de cantiques, diacre à St-Thomas, Strasbourg.

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M. Samuel HUBERT

(1542-1619)
Professeur au Gymnase de Strasbourg.

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Samuel HUBERT

(1577-1636)
Homme Politique.
Administrateur de la tuilerie du Rhin, du pont sur le Rhin et du grenier à grains de Strasbourg.

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Descendance à Lembach/Wingen